Über uns
Die Ursprünge der deutschsprachigen Studentenverbindungen lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen, und sie spielten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der intellektuellen und politischen Landschaft des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Noch heute sind Studentenverbindungen an vielen deutschsprachigen Universitäten und Schulen aktiv und zeigen starke Präsenz in der Gesellschaft.
Charakteristische Merkmale der Studentenverbindungen sind die Betonung von Loyalität, lebenslanger Freundschaft und gegenseitiger Unterstützung unter den Mitgliedern, ebenso die Bindung an Glaube und Vaterland. Diese Lebenseinstellung bezeichnen wir als „prinzipientreu“. Couleurstudenten nehmen sowohl an gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen wie Bällen, Abendessen oder Musikdarbietungen teil, die ausschließlich Mitgliedern und ihren Gästen vorbehalten sind, als auch an Veranstaltungen in ihrem jeweiligen Verbindungsheim, welches Bude oder Haus genannt wird – je nach Lage und Größe.

Chargierte der AV Welfen Zürich
by Retolu, Wikipedia – aufgenommen am 13.12.2009
Studentenverbindungen werden im laufenden Jahrhundert oft für Positionen kritisiert, die dem heutigen Zeitgeist nicht ganz entsprechen, insbesondere bei der Aufnahme von Frauen, die nur in wenigen Verbindungen und Verbänden praktiziert wird oder sich in rein weiblichen Verbindungen widerspiegelt. Der Zeitgeist wird in Wikipedia als Denk- und Fühlweise eines Zeitalters charakterisiert – also als Ausdruck einer Epoche, die sich laufend verändert.
Daraus geht hervor, dass der Zeitgeist nicht der Weisheit letzter Schluss ist, sondern laufender Veränderung unterworfen bleibt. Manche Argumente, die heute negativ belegt erscheinen, müssen dies nicht für immer bleiben.
Einige Verbindungen wurden auch mit rechten politischen Ansichten und extremistischen Ideologien in Verbindung gebracht – obwohl dies nur auf einen kleinen Teil zutrifft. In Medien wird jedoch gerne verallgemeinert und pauschal alle in das „rechte Eck“ gestellt.
Insgesamt sind deutschsprachige Studentenverbindungen – und deren Mitglieder, die Couleurstudenten – ein komplexes und facettenreiches Phänomen, das sowohl die reiche Geschichte und kulturellen Traditionen Deutschlands als auch die zeitgenössische soziale und politische Dynamik der deutschsprachigen Länder widerspiegelt.